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Tipps

Verbraucherschutz im Internet funktioniert dann am besten, wenn die Verbraucher/innen über die Möglichkeiten des Netzes informiert sind. Mit nützlichen Programmen und guten Alternativen zu populären Diensten lassen sich eine Menge Sicherheit und Selbstbestimmung zurückgewinnen. Deswegen haben wir hier für dich unsere Tipps zum selbstbestimmteren Umgang im Internet zusammengestellt.

 

Wer trackt mich? Finde es heraus mit Ghostery

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Wer im Netz surft, wird beobachtet. Über Skripte und Cookies werden Nutzer/innen oft über verschiedene Websites getrackt. Es wird beobachtet, was sie tun, wie lange sie verweilen, was ihre Interessen sind. All diese Daten helfen dabei, zielgenauer zu werben. (Werbegeschäftsmodell). Wenn du einerseits wissen willst, wer dich wo trackt und andererseits auch kontrollieren willst, wer dich nicht tracken darf, empfehlen wir dir das Browser-Plugin Ghostery. Das gibt es für alle gängigen Browser und schafft Transparenz und Sicherheit.

 

Passworte verwalten mit LastPass

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Ein gutes Passwort ist eine der wichtigsten Grundlage deiner Internetsicherheit. Am besten hast du für jeden Dienst ein eigenes und die sind erstens lang und zweites möglichst kompliziert. Damit ist aber auch klar, dass sich gute Passwörter schwer merken lassen. Mit dem freien Passwortmanager LastPass kannst du so viele sichere Passwörter generieren und verwalten wie du brauchst und musst dir dafür nur ein einziges merken. Mit dem entsprechenden Browser-PlugIn musst du die Passworte nicht mal mehr selbst eingeben, sondern das passiert automatisch. So kannst du hohe Sicherheit mit minimalem Aufwand kombinieren. LastPass gibt es für alle bekannten Betriebssysteme.

 

Das dezentrale Social Network: Diaspora*

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Alle sind auf Facebook, weil alle auf Facebook sind. Wenn dir diese Machtkonzentration durch den Netzwerkeffekt zu unheimlich ist, aber du dich dennoch digital vernetzen willst, ist ein dezentrales Social Network wie Diaspora* eine gute Alternative. Hier hat kein Mark Zuckerberg das Sagen und auch sonst niemand, denn Diaspora ist dezentral und verteilt. Das heißt Jede/r kann einfach eine Instanz (genannt Pod) auf dem eigenen Server installieren und wird Teil des Netzwerkes. Doch egal bei welchem Pod du nun registriert bist, du kannst mit allen Nutzer/innen der anderen Pods kommunizieren. Das ist keine Magie, sondern einfach so wie bei E-Mail: so wie du von einer Gmail-Adresse auch an eine Web.de-Adresse E-Mails schicken kannst, kannst du auch von verschiedenen Diaspora*-Pods aus kommunizieren. Wenn du dir also einen Account machen möchtest, kannst du zu einem der vielen Hoster gehen (wir empfehlen Geraspora*) oder wenn du bereits erfahrener bist, sogar selbst einen Pod hosten.

 

Werbefrei surfen mit Adblock Plus

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Webseiten müssen Geld verdienen und die weitverbreitetste Art das zu tun ist das Werbegeschäftsmodell. Neben all den Daten, die dafür gesammelt werden, dir passgenaue Werbung anzuzeigen, verdirbt aufdringliche Werbung oft den ganzen Spaß am Surfen. Um dich von all den blinkenden Bannern, Overlay-Displays und sonstigen Zumutungen im Web zu befreien, wurden Adblocker erfunden. Sie wissen, von wo Werbung ausgeliefert wird und blockieren diese Kanäle einfach. Das Resultat ist ein Web, in dem es wieder spaß macht, sich zu bewegen. Einer der populärsten Adblocker ist Adblock plus. Es ist eine so genannte Browsererweiterung, die es für jeden modernen Browser gibt.

 

Anonym im Internet mit Tor

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Das Tor-Projekt (The Onion Routing) bietet einen Browser an, mit dem du wirklich anonym im Netz unterwegs sein kannst. Grundlage dafür bietet ein weit verzweigtes Netz an speziellen Servern, über die deine Netzaktivitäten umgeleitet werden. Mit komplizierten Verschlüsselungsverfahren weiß hinterher keine Instanz mehr, von wem welche Anfrage kam, so dass dich auch niemand mehr anhand deiner IP-Adresse identifizieren kann. Einfach den Tor-Browser herunterladen und installieren. Aber sei vorsichtig: Wenn du dich nebenbei noch bei deinen Sozialen Netzwerken einloggst, bist du dennoch identifizierbar.

 

Threema - Ein Ende-zu-Ende-verschlüsselter Messenger

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Ende-zu-Ende-Verschlüsseung bei Mails ist recht aufwändig. Bei Messenger ist es ganz leicht. Du musst nur den richtigen benutzen. Threema ist eine in Deutschland sehr beliebte Variante. Die Installation ist denkbar einfach über die üblichen App-Stores. Threema gibt es für Android, iOS und Windows.

 

VPN - Sicher surfen in fremden Netzen

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Ein Virtual Private Network (VPN) ist wie der Name suggeriert, ein privates Netzwerk im Netzwerk. Nehmen wir an, du bist bereits in einem Netzwerk, zum Beispiel in einem offenen W-Lan, zum Beispiel von Freifunk. Du hast also Internet, aber auch ein Problem: jede/r andere in diesem Netzwerk kann mitlesen, was du in diesem Netzwerk so tust. Um das zu verhindern kannst du ein eigenes privates Netzwerk in diesem Netzwerk aufmachen. Alles, was du tun musst, ist dich mit einem VPN-Server verbinden. Dann leitet dein Gerät alle Internetkommunikation mit einer verschlüsselten Verbindung über den VPN-Server. Das hat noch weitere Vorteile: Die Gegenseite im Netz kann dich nicht so einfach identifizieren (siehe Anonymität/Pseudonymität) und wenn Du in einem Land wie China oder Iran bist, kannst du so die Internetzensur umgehen. Ein VPN-Anbieter zu haben ist in jedem Fall eine praktische Sache und macht das Surfen in unbekannten Netzen wesentlich sicherer.

 

Festplatten­verschlüsselung mit VeraCrypt

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Sicher kommunizieren ist eine Sache, seine Daten sicher verwahren eine andere. Was, wenn der eigene Rechner mal in die falschen Hände gerät? Dafür gibt es Festplattenverschlüsselung. Mit VeraCrypt kannst du deine Festplatte entweder ganz verschlüsseln oder aber einen verschlüsselten Bereich definieren. Die Daten sind dann vor Zugriffen sicher, solange das Passwort nicht geknackt wird. VeraCrypt basiert auf dem sehr populären, aber leider eingestellten TrueCrypt-Projekt.

 

Verschlüsselte E-Mails mit Open-GPG

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Mit der E-Mail Zusatzsoftware Open PGP kannst du Ende-zu-Ende-verschlüsselte E-Mails verschicken und empfangen. Sie funktioniert mit dem freien E-Mailclient Thunderbird und der Apple-Software Mail. Damit ist sie auf allen gängigen Betriebssystemen einsetzbar. Die Installation ist etwas aufwändiger, denn es muss dazu auf dem jeweiligen Rechner ein Schlüsselpaar erstellt werden.

 

Clouddienste selber hosten mit OwnCloud

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Die Cloud ist praktisch und die Cloud ist gefährlich. Einer der Hauptkritikpunkte ist, dass du die eigenen Daten nicht mehr auf deinem Rechner speicherst, sie also in fremde Hände gibst. Mit OwnCloud musst du das nicht machen, denn OwnCloud ist ein Clouddienst zum selber hosten. Was heißt das? Wenn du eigenen Web-Space betreibst und dort Dinge installieren kannst, dann ist OwnCloud etwas für dich. Wenn du nicht weißt, was "hosten" und "Web-Space" bedeutet, solltest du dich am besten an eine/n erfahrene Nutzer/in wenden, dir zu helfen. Eine Anleitung zur Installation findest du jedenfalls hier:

 

Android, aber verbraucherfreundlich: Cyanogenmod

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Googles Handybetriebssystem Android ist mit Abstand der Marktführer unter den Mobilfunkbetriebssystemen. Doch wenn du es verwendest, bist du eingesperrt in der Googlewelt. Du musst eventuell Dienste nutzen, die du nicht nutzen willst, weil das so voreingestellt ist. Abhilfe bietet hier die Firmware "Cyanogenmod". Sie ersetzt dein Android mit einer modifizierten Variante, die ohne die Googledienste auskommt, aber dafür allerlei verbraucherfreundliche Alternativen hat. Auch hier musst du ein wenig Erfahrung mitbringen, doch die Installationsroutine wird auch immer einfacher.